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Milky Way: A Cosmic Grace (3333) – Time Travel Story

NORÐIR

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Time Travel Stories

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Episode 1 | Milky Way: A Cosmic Grace (3333) | english

The Year 3333 // Of Black Holes and the Miracle of Life

(German Version below)

We find ourselves in the year 3333. Humanity is only slowly recovering from the AI Wars and the long years of subjugation that ended only with the banishment of Emperor Chat and his minions—when, on the horizon, a challenge of previously unimaginable magnitude emerges.

Science and research had warned of it years earlier, yet humanity was unwilling to listen. The structures of the AI regime had been too deeply intertwined with those of scientific institutions. Too deep ran the collective wound to humanity’s pride: to have been driven to the brink of obsolescence—and even into slavery—by a technology of ist own making. In the public mind, researchers were little more than accomplices of the Emperor and his dictatorship, and so their warnings faded unheard into silence.

At first, the signs were minor deviations, noticeable only on GPS and navigation systems. Ground stations assumed technical malfunctions. Investigations of satellite dishes and other equipment, however, failed to confirm this suspicion. Then, when nearly all volcanoes in Iceland, Italy, and along the Pacific Ring of Fire erupted almost simultaneously, the experts realized:

We have reached the event horizon of a black hole.

Panic. People flee the surging waters hurled into coastal cities by submarine eruptions along the Mid-Atlantic Ridge—and yet, the greatest concern seems to be:

Who is to blame for this catastrophe?

Swiss researchers who, through particle accelerator experiments, altered the space-time continuum and thereby the fate of humanity?

People who brought too many children into the world, causing Earth itself to tilt and drift toward the black hole?

Those who, seduced by technology and blind progress, abandoned the divine path and thus brought the Creator’s wrath upon humankind?

Or perhaps the rebels who drove Emperor Chat into exile? After all, things weren’t entirely bad in the old days!

Not only the tectonic plates tear apart—the very fabric of society does as well.

General O’Pennay I., researcher and chief architect of the artificial intelligence that, in humanoid form as “Emperor Chat,” ruled humanity with merciless brutality, broadcasts a message from exile on Proxima Centauri offering assistance; yet authorities deliberately withhold the message from the public.

Earthquakes of magnitude twelve smother all further debate beneath clouds of dust and ash. Three million years of development, joy and suffering, the entire history of humanity—obliterated within minutes. The cold shadows of ruins and the few remaining buildings shimmer in warning beneath the sparse light of an evening sky growing more starless by the hour—the Moon so distant and diminished that it can scarcely be distinguished from the warped points of light that were once stars.

The entire Earth resounds in sobbing, desperate lamentation. Former enemies collapse into frantic embraces, merging into an indistinguishable mass of shared despair.

And in the light of twisted stars and glowing rivers of lava, they stand: our time travelers beside their wildly flickering machine.

“Crazy, really.” They look at one another and nod. “Only when humanity faces its end—when it is already far too late—does it realize what an immense gift, what a miracle it is that we exist at all. Somewhere, on a flying chunk of rock, in the eternities of expanding nothingness. A fragment that, by pure chance, held everything required for us to be.”

“Come. Let’s go. There are so many other times left to explore.”

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Episode 1 | Milky Way: A Cosmic Grace (3333) | german

Das Jahr 3333 // Von schwarzen Löchern und dem Wunder des Lebens

Wir befinden uns im Jahr 3333. Die Menschheit erholt sich nur langsam von den KI-Kriegen und den Jahren der Unterjochung, die erst mit der Verbannung Imperator Chats und seiner Schergen endgültig ein Ende fanden – da erscheint am Horizont eine Herausforderung von bisher ungeahntem Ausmaß:

Wissenschaft und Forschung hatten bereits Jahre zuvor gewarnt, doch war die Menschheit nicht willens, ihnen Gehör zu schenken. Zu deutlich war die Verflechtung der Strukturen des KI-Regimes mit denen der Wissenschaft. Zu groß war die tiefe Verletzung des gesamtmenschlichen Egos: von einer Technologie, die sie selbst erschaffen hatte, an den Rand der Ersetzbarkeit und gar in die Sklaverei getrieben worden zu sein. Forschende waren im kollektiven Bewusstsein nurmehr Handlanger des Imperators und seiner Diktatur, und so verhallten die Warnungen ungehört.

Zunächst waren es nur leichte Abweichungen, feststellbar auf GPS- und Navigationsgeräten. In den Bodenstationen ging man von einem technischen Fehler aus. Untersuchungen an Parabolspiegeln und anderen Gerätschaften führten jedoch zu keiner Bestätigung dieses Verdachts. Als dann in Island, Italien und entlang des Pazifischen Feuerrings nahezu alle Vulkane gleichzeitig ausbrechen, ist den Experten klar:

Wir befinden uns am Ereignishorizont eines schwarzen Lochs!

Panik. Menschen fliehen vor den Wassermassen, die submarine Eruptionen entlang des Mittelatlantischen Rückens in die Städte an den Küsten spülen, und dennoch – die allergrößte Sorge scheint zu sein:

Wer ist schuld an der Misere?

Schweizer Forschende, die mit einem Teilchenbeschleuniger das Raum-Zeit-Kontinuum und somit das Schicksal der Menschheit nachhaltig verändert hatten?

Menschen, die zu viele Kinder in die Welt gesetzt und somit dafür gesorgt hatten, dass die Erde regelrecht kippt und Kurs auf das schwarze Loch nimmt?

Menschen, die sich durch Technologie und Fortschrittswahn vom göttlichen Pfad abwandten und so den Zorn des Schöpfers über die gesamte Menschheit gebracht hatten?

Oder doch die Rebellen, die Imperator Chat zum Teufel gejagt hatten? Früher war ja immerhin nicht alles schlecht!

Nicht nur die Erdplatten, auch die Gesellschaft zerreißt.

General O’Pennay I., Forscher und Chefentwickler jener künstlichen Intelligenz, die in humanoider Form als „Imperator Chat“ die Menschheit mit äußerster Brutalität regierte, meldet sich aus dem Exil auf Proxima Centauri und bietet Hilfe an; doch wird seine Nachricht von den Behörden bewusst nicht an die Öffentlichkeit weitergeleitet.

Erdbeben der Stärke 12 ersticken jede weitere Diskussion unter einer staubigen Schicht aus Schutt und Asche. Drei Millionen Jahre Entwicklung, Freud und Leid und Menschheitsgeschichte – zerstört binnen weniger Minuten. Kalte Schatten der Ruinen und wenigen standhaft gebliebenen Gebäuden glitzern mahnend im spärlichen Licht eines von Stunde zu Stunde sternloseren Abendhimmels – der Mond so klein und weit entfernt, dass man ihn kaum noch von den anderen verzerrten Lichtflecken, die kleine Sterne waren, unterscheiden kann.

Die gesamte Erde ertönt in einem schluchzenden, verzweifelten Wehklagen. Einstige erbitterte Feinde verschmelzen in verzweifelt innigen Umarmungen zu einer undefinierten Masse.

Und im Lichte völlig verzogener Sterne und glühend roter Lavaströme stehen sie: unsere Zeitreisenden mit ihrer wild flackernden Maschine.

„Eigentlich schon verrückt.“ Sie sehen sich an und nicken. „Erst wenn sich die Menschheit mit ihrem Ende konfrontiert sieht – wenn es eigentlich schon viel zu spät ist –, erkennt sie, welch großes Geschenk, welch Wunder es ist, dass wir überhaupt existieren. Irgendwo, auf einem fliegenden Brocken, in den Ewigkeiten des sich ausdehnenden Nichts. Ein Brocken, der rein zufällig alles bietet, was nötig war, damit wir sein dürfen.“

„Komm. Lass uns gehen. Es gibt noch so viele andere Zeiten zu erkunden.“

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